Lerngruppen
Fernabiturienten, vereinigt
euch!
So
viele Vorteile das Lernen
im stillen Kämmerlein
auch haben mag, manchmal klappt`s
im Team einfach besser. Lerngruppen
bieten eine gute Möglichkeit,
Kontakt zu Mitstreitern zu
knüpfen - ihr werdet
erstaunt sein, wie viele Leidensgenossen
auch in eurer Stadt für
das Fernabi büffeln.
Von einem Zusammenschluss
profitiert ihr in vielfacher
Hinsicht: ihr könnt zusammen
Lernen, Fragen austauschen,
Fahrgemeinschaften zu Seminaren
bilden, Prüfungssituationen
in Rollenspielen simulieren
- und nicht zuletzt Motivation
aus der Gemeinschaft schöpfen.
Doch wie findet man ihr die
richtige Lerngruppe? Zum Beispiel
indem ihr im Lerngruppen-Forum
einen Aufruf startet. Öffnet
dazu einfach ein neues Thema
und schreibt in die Betreffzeile:
"Lerngruppe / Mitstreiter
in XY gesucht". Im Text
könnt ihr dann weitere
Details unterbringen, z.B.
über eure gewählten
Fächer sowie Stärken
und Schwächen. Möchte
eine bereits existierende
Lerngruppe auf sich aufmerksam
machen, kann sie dies natürlich
ebenfalls im Lerngruppen-Forum
tun.
Wochenplan
Durchgeplant
Die
durchdachte Zeitplanung ist
beim Fernabitur ein wesentlicher
Erfolgsfaktor, liegt doch
die Einteilung der Lernzeiten
ganz in der Verantwortung
des Fernstudenten. Ein Wochenplan
kann euchhelfen, die notwendige
Regelmäßigkeit
in euren Lernalltag zu bringen.
Indem ihr die Lernzeiten und
-fächer für die
jeweils kommende Woche grob
festlegt, schafft ihr euch
ein solides Fundament um motiviert
zu lernen und insbesondere
die unangenehmen Fächer
(vulgo: Hassfächer) nicht
allzu stiefmütterlich
zu behandeln. Schriftliche
Absichtserklärungen haben
bekanntermaßen schon
immer mehr Gewicht gehabt
als bloße Lippenbekenntnisse!
Aufbauend auf dieser Strategie
werdet ihr mit der Zeit zunehmenden
Ehrgeiz entwickeln den Plan
einzuhalten, die gelernten
Stunden zu notieren und am
Ende der Woche schließlich
stolz auf die erreichte Wochenstundenzahl
zu blicken. Klickt einfach
auf den Link und ladet euch
meinen Wochenplan im PowerPoint-Format
herunter. Der individuellen
Ausgestaltung und Optimierung
steht nichts im Wege! mehr...
Sekundärmaterial
Kostenloses von der BPB
Insbesondere
in der Oberstufe ist es dringend
empfehlenswert, neben den
Studienheften auch Sekundärmaterial
zu bearbeiten. Leider sind
diese Materialien im Buchhandel
zumeist recht teuer, zumal
wenn es sich um Fachliteratur
handelt. Abhilfe schafft die
Bundeszentrale
für politische Bildung
(BPB). Egal ob für
Geschichte, Sozialkunde oder
Geographie - hier gibt es
eine Vielzahl an Publikationen,
die oft kostenlos bestellt
werden können. Werft
doch mal einen Blick auf die
Heftreihe "Informationen
zur politischen Bildung",
kostenlose Einzelexemplare
werden in beliebiger Anzahl
gegen eine geringe Versandkostenpauschale
(4,60 EUR für bis zu
20 kg ) versendet. Bei anderen
Publikationen kann eine Bereitstellungspauschale
von zwei oder vier Euro erhoben
werden, was angesichts der
Informationsfülle immer
noch äußerst preiswert
ist. Alle, die auf der Suche
nach weiteren Infos zu Themen
wie "Globalisierung","
EU","Israel"
oder "Grundrechte"
sind, sollten sich also schleunigst
den Web-Auftritt der BIP anschauen.
mehr...
Fremdsprachen
Sprachen effektiv lernen
Um
das Erlernen von zwei Fremdsprachen
kommt kein Fernabiturient
herum - mit der richtigen
Strategie ist dies aber auch
für Sprachmuffel kein
Problem. Zunächst einmal
ist es wichtig, sich durch
stetiges Vokabellernen einen
soliden Wortschatz anzueignen,
der thematisch ein möglichst
weites Spektrum umfassen sollte.
Als besonders effektive Methode
hat sich das Lernen nach dem
Karteikartensystem erwiesen.
Mittlerweile existieren zahlreiche
Freeware-Programme, die auch
das Lernen am Computer ermöglichen
(z.B. unter www.mbild.de).
Ich persönlich habe immer
mit ganz simplen Karteikarten
aus dem Bürobedarf gelernt,
so konnte ich beispielsweise
auch im Bus oder bei Wartezeiten
Vokabeln büffeln. Doch
was schreibt man nun auf die
Karten? Bestenfalls mehr als
zwei isolierte Wörter.
Eine Sprache lebt besonders
durch ihre sprachlichen Eigenheiten
und genau diese sollte man
schon beim Vokabellernen aufgreifen.
Konkret bedeutet dies, Wörter
nicht nur isoliert sondern
z.B. auch in einer Redewedung
zu notieren. Sehr empfehlenswert
ist in diesem Zusammenhang
die Arbeit mit einsprachigen
Wörterbüchern wie
dem Oxford Advanced Learner's
Dictionary. Zu jedem unbekannten
Wort habe ich immer ein oder
zwei Sätze aus dem Wörterbuch
auf die Lernkarten übertragen
und dann auswendig gelernt.
In der Prüfung ist dies
von ungeheurem Nutzen - flüssig
zu schreiben und zu sprechen
wird bedeutend einfacher!
Übrigens darf in der
Prüfung ein einsprachiges
Wörterbuch benutzt werden;
es empfiehlt sich daher, möglichst
früh den Umgang mit dem
Wörterbuch zu üben.
Im Fach Englisch kann ich
euch das oben genannte OALD
empfehlen (weitere Infos hier),
im Fach Latein ist in der
Hamburger Externenprüfung
nur der Kleine Stowasser erlaubt
(hier
zu bestellen).
Taschenrechner
Rechnen lassen
Mathematik
ist Pflichfach beim Externenabitur
und der Taschenrechner somit
bis zum Lehrgangsende ständiger
Begleiter des Fernstudenten.
Damit der Taschenrechner in
der Prüfung benutzt werden
darf, muss er bestimmte Voraussetzungen
erfüllen: Graphikrechner
sind in der Prüfung nämlich
ebenso tabu wie programmierbare
Modelle. Die meisten Hersteller
geben bei ihren Modellen an,
ob bzw. in welchen Bundesländern
sie zur Prüfung zugelassen
sind. Beim Kauf sollte man
darauf achten, dass der Rechner
die wichtigsten Operationen
ausführen kann, u.a.
das Rechnen mit Logarithmen
und Brüchen. Mathe-Leistungskursler
müssen prüfen, ob
auch Berechnungen für
die e-Funktion durchgeführt
werden können. Die meisten
Modelle kosten um die zwanzig
Euro, wobei hier einige Schwankungen
möglich sind. Zugelassen
und empfehlenswert ist z.B.
der Casio FX-350MS, der ein
Zwei-Zeilen-Display besitzt
und alle wichtige Rechenoperationen
beherrscht. Ähnlich aufgebaut
ist der TI-30X II von Texas
Instruments, auch er hat ein
zweizeiliges Display (ein
solches Display ist besonders
bei komplexen Berechnungen
von Vorteil). Weitere Infos
zu den Modellen bekommt ihr
bei Casio bzw. Texas Instruments.
Funktionsplotter
Zeichnen lassen
Um
sich Funktionsgraphen zeichnen
zu lassen, muss man nicht
gleich zu einem teuren Graphikrechner
greifen. Im Internet gibt
es viele Freeware-Programme,
die das Zeichnen übernehmen.
So kann zum Beispiel unter
www.emath.de
ein Plotter heruntergeladen
werden, der nicht nur den
Graphen zu einer vorgegebenen
Funktion zeichnet, sondern
auf Wunsch auch Ableitungen
darstellt oder Flächenberechnungen
durchführt. Für
meine Mathe-LK-Vorbereitung
habe ich mir viele Funktionen
nach dem Zufallsprinzip ausgedacht
und dann Kurvendiskussionen
dazu durchgeführt - kontrollieren
konnte ich die errechneten
Ergebnisse mithilfe des Funktionsplotters.
Indem man einzelne Werte verändert
und sich den Graphen anschließend
neu zeichnen lässt, erzielt
man große Lerneffekte
- die Auswirkung der Veränderungen
werden schließlich ad-hoc
und in visualisierter Form
auf dem Monitor präsentiert.
Ebenfalls auf der Seite www.emath.de
findet sich ein Geometrie-Tool
zum Download, mit dem Berechnungen
zur analytischen Geometrie
durchgeführt werden können.
Auch hier kann man sich eigene
Aufgaben ausdenken und anschließend
die Lösungen mit dem
Plotter kontrolieren - Grenzen
gibt es fast keine. Beide
Tools vereinfachen das Verständnis
der Materie und laden zum
Experimentieren ein. Fazit:
bestens für die Abivorbereitung
geeignet!
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